Die Verbindung von Bäumen und Äckern für zukunftsfähige Landnutzung
Agroforst (oder auch Agroforstkultur bzw. Agroforstwirtschaft) bedeutet, Bäume, Gehölze oder auch Weinbau mit landwirtschaftlichen Nutzflächen zu kombinieren.
Agroforstkultur
Monokultur
Die erstaunlichen Effekte der Agroforstwirtschaft
Erstaunliche Zunahme an Artenvielfalt durch Lebensraum für Vögel und Insekten.
Langfristig gesunde, lebendige Böden, die das Wasser dort halten, wo es gebraucht wird.
Klimaresilienz der Fläche und (in großem Maßstab) signifikanter Beitrag zum Klimaschutz.
Steigerung der Flächen-produktivität → Einklang von Nachhaltigkeit und Versorgungs-sicherheit.*
Gleichzeitig bedeutet Agroforst mehr Aufwand an zeitlichen und finanziellen Ressourcen.
* Einfaches Beispiel: Wenn ein Getreidefeld und eine Apfelplantage nebeneinander stehen, wird es in der Summe meist weniger Ertrag geben, als kombiniert im Agroforstsystem auf gleicher Fläche.
Das Prinzip der Agroforstkultur ist mehr als Schonung natürlicher Ressourcen: Agroforst regeneriert Böden, bindet Kohlenstoff und schafft Lebensraum für biologische Vielfalt.
Garantiert aus Agroforstkultur
AgriTrees ist die erste Marke ausschließlich für Erzeugnisse aus Agroforst. Die Herkunft der Ergeugnisse und die Betriebe werden sorgfältig geprüft – transparent und nachvollziehbar.
Qualität
Agroforstkultur schafft gesunde, lebendige Böden – die natürliche Grundlage für gute Erträge und reduzierten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Bei unseren Weinen wird vollständig darauf verzichtet – selbst auf die im Bio-Anbau zugelassenen.
Warum machen wir das?
Es erfordert eine Menge Mut, Einsatz und Aufwand, Agroforstsysteme anzulegen. Mit dem Angebot von AgriTrees sollen Verbraucherinnen und Verbraucher die Möglichkeit haben, Maßstäbe für herausragend nachhaltige Landnutzung setzen!
Als Grundlage für die Definition von Agroforstsystemen orientiert sich AgriTrees an der Verordnung zur Durchführung der GAP-Direktzahlungen (GAP-Direktzahlungen-Verordnung – GAPDZV). Diese definiert in §4 Abs. 2 klare und deutliche Grundsätze:
Bei streifenförmig aufgebauten Agroforstsystemen müssen mindestens zwei Gehölzstreifen vorhanden sein; die Gehölzstreifen dürfen höchstens 40 % der gesamten Agroforstfläche einnehmen,
bei verstreut über die Fläche angeordneten Gehölzpflanzen muss deren Anzahl zwischen 50 und 200 Stück je Hektar betragen,
bei allen Agroforstsystemen dürfen nur Baum- und Straucharten gepflanzt werden, die nicht auf der Negativliste (Anhang 1 der GAPDZV) stehen.
Qualitätssicherung
AgriTrees ist in einer Pilotphase, in der Betriebsdaten und Unterlagen über die Flächen hinterlegt und die Eignung als Agroforstfläche auf diese Weise klar belegt.
Zukünftig wird die Zertifizierung durch eine unabhängige Kontrollstelle angestrebt. Schon jetzt gilt der Anspruch, die Kriterien ausnahmslos streng zu befolgen.
Das Pilotprojekt von AgriTrees schafft die Möglichkeit, Erzeugnisse aus Agroforst zu kennzeichnen, in Szene zu setzen und idealerweise der Agroforstwirtschaft eine Bühne zu schaffen.
Die Kennzeichnung kann als komplementär zu weiteren Labels (z.B. Bio) den hohen Aufwand und die starken Umwelteistungen sichtbar zu machen, die mit Agroforstwirtschaft verbunden sind. Der QR-Code unterstützt die Informationsvermittlung.
Systematisch angelegte Bäume auf Äckern verbinden produktive Landwirtschaft mit einer erstaunlichen Zunahme an biologischer Vielfalt, Klimaschutz, Boden- und Wasserqualität.
Agroforstwirtschaft zeichnet sich durch Mischkulturen landwirtschaftlicher Flächen mit einer Mindestanzahl an Bäumen aus. Es geht also nicht um die Eiche auf dem Acker, sondern strukturiert angelegte Baumreihen.
Erstaunliche Umweltleistungen
Bäume auf Feldern, Äckern und Weiden sind weit mehr als Schadensbegrenzung in der Landwirtschaft. Agroforstwirtschaft und AgriTrees stehen für
Biodiversitätsinseln durch und in Baumstreifen für mehr Artenvielfalt – und damit auch für die Vernetzung von Lebensräumen wichtiger Insekten und anderer Arten
Kohlenstoffbindung durch Bäume, Wurzelwerk und Humusaufbau – und zusätzlich Reduktion schädlicher Emissionen durch die vielen positiven Wechselwirkungen der Agroforstwirtschaft
positive Auswirkungen auf die Wasserverfügbarkeit und Wasserqualität
eine sehr viel höhere Bodenqualität, etwa durch Wurzelwerk und zusätzliche Biomasse.